Bericht: Senior:innen mit Migrationsgeschichte in Österreich
- Lebensrealitäten, Bedürfnisse und Ressourcen.
Ältere Menschen mit Migrations- bzw. Fluchtgeschichte sind in Österreich eine wachsende Gruppe. Dazu gehören Menschen der sogenannten „Gastarbeitergeneration“ aus der Türkei und dem ehemaligen Jugoslawien, die in den 1960ern und 1970ern nach Österreich gekommen sind, ebenso wie jüngere Kohorten an Migrant:innen aus dem europäischen Umfeld oder dem arabischsprachigen Raum. Mit wachsender Anzahl wächst auch die Bedeutung dieser Gruppe für Politik und Gesellschaft, gleichzeitig ist bisher wenig über ihre spezifische Lebenssituation und Bedürfnisse bekannt. Systematische Forschung in diesem Bereich fehlt bislang weitgehend in Österreich. Anekdotische Einblicke und internationale Studien (Mutchler & Burr, 2011; Baykara Krumme & Vogel, 2020; Bolzman et al., 2006; Brockmann, 2002) deuten jedoch darauf hin, dass ältere Migrant:innen sozioökonomisch benachteiligt sind. Sie erhalten häufig eine niedrigere Pension und haben ein höheres Armutsrisiko als die Mehrheitsbevölkerung. Jedoch variiert die sozioökonomische Situation stark nach Herkunftsland, Zeit und Form des Zuzugs und Geschlecht (Bartig, 2022). Als besonders benachteiligt erweisen sich ältere migrantische Frauen.
Schauen Sie in den Bericht:
Berichtsjahr 2025, Veröffentlich März 2026
Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMASGPK) (Hg.); Senior:innen mit Migrationsgeschichte in Österreich: Lebensrealitäten, Bedürfnisse und Ressourcen, 2026.
